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31.08.04 - 8.20 Uhr: Dresden - Montagsdemonstranten kritisieren völlig verzerrte Medien-Berichterstattung


Dresden (Korrespondenz): Zur Auftaktkundgebung regnete es leider, was den einen oder anderen zunächst von der Teilnahme abgehalten haben dürfte. Aber sehr bedeutend war, dass diesmal deutlich mehr Jugendliche an der Montagsdemo in Dresden teilnahmen. Als sich die Demonstration in Bewegung setzte, hatte aber auch Petrus ein Einsehen und ließ die Sonne etwas durchkommen. Im Verlauf der Demonstration wuchs diese deutlich an. Nach Schätzungen der Organisatoren haben sich 5.000 bis 6.000 Menschen insgesamt beteiligt.

Den meisten Beifall am "offenen Mikrofon" in der Demo bekamen Beiträge, die die völlig verzerrte Medienberichterstattung ins Visier nahmen. Es gab aber auch durchaus nachdenkliche Stimmen, ob der Protest angesichts der Medienpropaganda von rückläufigen Teilnehmerzahlen überhaupt noch steigerbar ist. Viele Redner unterstrichen dagegen ihre Entschlossenheit, sich nicht mit dieser oder jener Nachbesserung an Hartz IV zufrieden zu geben, sondern die Proteste zu steigern, bis Hartz IV weg ist. Groß war die Empörung, als auf dem anschließenden Auswertungstreffen des Bündnisses gegen Sozialkahlschlag bekannt wurde, dass in Videotext die Teilnehmerzahl in Dresden auf 800 heruntermanipuliert wurde.

Das Dresdner Bündnis gegen Sozialkahlschlag hatte es per Mehrheitsbeschluss leider untersagt, dass die Resolution der Leipziger Konferenz auf der Auftaktkundgebung der Montagsdemonstration vorgetragen werden durfte. Dort wurde zwar von einer Delegierten sachlich über die Konferenz berichtet, aber die Demonstranten nicht über die beschlossene Resolution und den Vorschlag zur Beschlussfassung an die Montagsdemos für einen Sternmarsch am 3. Oktober in Berlin informiert. Erst bei der Abschlusskundgebung am offnen Mikrophon konnte die Leipziger Resolution von einem Delegierten verlesen werden und stieß der vorgeschlagene Sternmarsch am 3.10. auf Berlin auf große Zustimmung.

 

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